Inhaltsbereich: Tipps - Reifensicherheit

Für Vielfahrer und Wenigfahrer, für Urlauber und Nichturlauber, für alle Autofahrer, die sicher am Ziel ankommen wollen, ist Reifensicherheit ein wichtiges, aber leider oft unbeachtetes Thema. Mangelnde Reifenwartung ist jedoch nach wie vor Spitzenreiter in der Hitliste der Pannenverursacher. Jedes Jahr versagen etwa drei Millionen Reifen vorzeitig ihren Dienst. Wenn man bedenkt, dass die Reifenaufstandsfläche gerade mal so groß wie eine Postkarte ist, wird das damit verbundene Risiko deutlich.

Im Jahr 2004 starben 57 Personen und 1.493 wurden verletzt, weil Reifenschäden zu einem "schwerwiegenden Unfall" mit einem Kraftfahrzeug geführt hatten (Quelle: Fachserie "Ursachen von Straßenverkehrsunfällen" des Statistischen Bundesamtes).

Viele Reifenschäden könnten vermieden werden, wenn Autofahrer dem Zustand ihrer Reifen nur etwas mehr Beachtung schenken würden.

Man denke nur an den Luftdruck! Gerade Minderdruck kann schwerwiegende Unfälle zur Folge haben, weil die schlappen Pneus sich durch verstärkte Walkarbeit vor allem bei schnellen Fahrten sehr stark erhitzen, was wiederum Platzer nach sich ziehen kann. Luftdruck und Reifenzustand können auch von Laien kontrolliert werden.

Ferner sollte regelmäßig die Profiltiefe der Reifen geprüft werden. Gesetzlich zulässig sind 1,6 mm Mindestprofiltiefe. Autofahrern, deren Reifen diese Profiltiefe nicht mehr aufweisen, drohen bei einer Polizeikontrolle ein hohes Bußgeld sowie drei Punkte ins Flensburg. Doch zu warten, bis die 1,6 mm erreicht sind, kann gefährlich werden - darin sind sich die Experten einig. Neue Pkw-Reifen verfügen über ca. 9 mm Profiltiefe. Abgefahrene Sommerreifen sollten spätestens bei 3 mm ausgetauscht werden, da andernfalls vor allem die Aquaplaninggefahr steigt; bei Breitreifen gelten bereits 4 mm als Grenze, um die Bremswege vor allem bei Nässe kurz zu halten. Auch Winterreifen können ihre besonderen Qualitäten und Sicherheit bei Frost, Schnee und Matsch nur bis zu einer Profiltiefe von 4 mm erfüllen.

Ein Autofahrer, der seine Reifen bis zur zugelassenen Verschleißgrenze abfährt, handelt zwar nicht gesetzeswidrig, riskiert aber seinen Versicherungsschutz. In einem solchen Fall, so befand das Landgericht Itzehoe, gilt ein Unfall auf regennasser Fahrbahn als "grob fahrlässig herbeigeführt".

Eine regelmäßige Kontrolle des Luftdrucks bei jedem Tankstopp mindert die Gefahr eines Reifenschadens erheblich. Eine Sichtkontrolle entlarvt einseitig abgenutztes Profil, Beulen im Gummi der Reifenflanke, Einkerbungen im Gummi oder fehlende Gummistücke auf der Lauffläche, die auf den drohenden Defekt hinweisen.

Autofahrern kann nur empfohlen werden, häufiger einmal einen Blick auf ihre Reifen zu werfen und die Angebote kostenloser Reifenchecks beim Fachmann zu nutzen!!!

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